
Die Überfahrt von Calais nach Dover war problemlos und schnell. Und dann mussten wir uns erstmal an den Linksverkehr gewöhnen.
Wir fuhren bis Rye und fanden einen Stellplatz für die Nacht auf einem Autowaschplatz. Hier werden die Autos noch von Hand gewaschen und der Rest des Platzes wird als Park- bzw. Stellplatz vermietet. Das war in Rye die einzige Möglichkeit über die Nacht zu stehen, ja um überhaupt mit einem Reisemobil auch nur anzuhalten.

Im Mittelalter war Rye eine bedeutende Hafenstadt in Südengland, dann versandete der Hafen und das Städtchen wurde vergessen. Heute kommen viele Touristen wegen der gut erhaltenen denkmalgeschützten Häuserzeilen.

Besonders schön ist die gepflasterte Mermaid Street

Heute fand ein Spielenachmittag statt, es ging um den besten beim Boulespielen

Englische Küche – wir waren vorbereitet und dann doch positiv überrascht von unserem ersten Restaurantbesuch. Das Essen war ausgesprochen gut und lässt uns auf weitere positive Erlebnisse hoffen.


Über die Osterfeiertage herrscht auf den englischen Campingplätzen Hochbetrieb und so mussten wir im Vorfeld drei Nächte vorbuchen – auf einem Campsite an der Küste.
Auf dem Weg lernten wir die kleinen Straßen und ihre schlechte Beschaffenheit kennen. Unser Besteck tanzte in der Schublade und wir kamen nur langsam voran.
Als Zwischenstopp bot sich Bodiam Castle an. Die Burg wurde 1385 erbaut und die Außenmauern und Türme sind noch gut erhalten.

Eine klassische Burg mit Wassergraben, Wehrgängen und Türmen.

Viele Familien waren unterwegs und überall gab es Hasenohren, die man sich aufsetzen konnte. Im Inneren der Burg gab es die Möglichkeit sich als Ritter zu verkleiden oder sein Glück im Ringe werfen zu versuchen.


Am nächsten Nachmittag dann der erste Kontakt mit dem Meer. Morgens hatten wir typisches englisches Wetter mit Regen und Kälte, dann kam die Sonne hervor und alle waren unterwegs.

In West-Wittering gibt es lange Strände, in East-Wittering ausser zwei kleinen Supermärkten mit welkem Gemüse nicht viel Sehenswertes.
Aber immerhin konnten wir hier Mikes Bestellung (HP-Sauce und Marmite) erwerben.

Den öffentlichen Nahverkehr probierten wir am Ostersonntag aus und fuhren nach Chichester.


Wir hatten die Gelegenheit am Evensong in der Chichester Cathedral teilzunehmen. Wir saßen auf hölzernen Kirchenstühlen, die von 1330 stammten und genossen den wunderbaren und bekannten Kirchenchor von Chichester.
Eine sehr beeindruckende Erfahrung wie viel ungezwungener die Engländer mit ihrem Gottesdienst umgehen.
Die Tapisserie des Shrine of St. Richard stammt von der deutschen Künstlerin Ursula Benker-Schirmer und wurde 1985 aufgehängt.

Das Kirchenfenster „David“ soll Psalm 150 darstellen und wurde 1978 angebracht, es ist auch bekannt als Chagall-Fenster




Auch ein Spaziergang durch die Stadt bietet interessante Eindrücke




Lord Nelson, der tagische Held der Schlacht von Trafalgar, würde uns in Kürze nochmals begegnen.

Wer über die Qualität des Internets in Deutschland meckert war wahrscheinlich noch nicht in England. Die Schwankungen sind enorm und oft gibt es einfach überhaupt keinen Empfang.
Aber die Landschaft ist wunderschön und die Engländer:innen sind sehr freundlich, entspannt und hilfsbereit. Wir freuen uns auf die Weiterreise.
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