Leserin.Bike


Liverpool

Auf der Überfahrt nach England hatten wir die Fähre fast für uns alleine

Über Nacht konnten wir kostenlos auf dem Parkplatz des Pubs stehen und haben auch dort gegessen

Erstaunlicherweise gab es zu meiner Quiche keine Chips, aber einen Topf voller Kartoffeln. Die haben wir kurzerhand und klammheimlich getuppert – so hatten wir für den nächsten Tag bereits die Grundlage für Bratkartoffeln.

Liverpool bietet bei seinen Docklands eine ähnliche Skyline wie Belfast beim Titanic Museum und wir konnten zwei Nächte auf dem Parkplatz direkt bei den Albert Docks stehen und dadurch die Stadt zu Fuß erkunden

Die Walker Art Gallery hat den Fotografen so beeindruckt, dass er gar nicht mehr aufgehört hat zu fotografieren.

Andrew Walker hat als Brauereibesitzer in Liverpool viel Geld verdient und wurde in den 1870er Jahren zum Bürgermeister gewählt. Dafür bedankte er sich mit der Art Gallery, die zwischenzeitlich als eine der größten Museen in England gilt.

(Olivia Sterling, Lincolnshire Sausages /Peter Davies, Super Star Fucker)

Ob es auch daran lag, dass er mit seinen großzügigen Spenden an die Stadtbewohner der damals immer populär werdenden Abstinenzbewegung etwas entgegensetzen wollte, wird zumindest vermutet.

(Sam Walsh, The Dinner Party)

(Graham Crowley)

Unser Guide erzählte uns am nächsten Tag, dass das Wasser in Liverpool früher von so schlechter Qualität war, dass die Leute Bier trinken mussten! Aber ob das stimmt sei dahingestellt.

Vor der St George’s Hall stehen die Statuen von Prinz Albert und Queen Victoria. Ihre Krönung war der Anlass zum Bau dieser Halle, die bis heute als Veranstaltungsraum genutzt wird.

Besonders beeindruckend war der Besuch in der Central Library, deren Bestand bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Das Gebäude ist eine interessante Mischung aus alt und neu, mit gläsernen Kuppel und dem Way of Fame, den viele berühmte Literaturtitel zieren

In der Mitte des Lesesaals befindet sich die Büste eines Mannes. Wer nun glaubt, dass die ehrwürdige Library einem berühmten Denker ein Denkmal setzt, sieht sich irritiert, denn hier handelt es sich um das Haupt des lokalen Comedian Ken Dodd.

Natürlich ist eine Stadtführung in Liverpool ohne Beatles nicht vorstellbar

aber auch der ehemaligen Garderobenfrau Cilla Black wird gehuldigt. Sie wurde hier entdeckt und ist dann als Sängerin erfolgreich gewesen – zumindest kurzfristig

im berühmten Cavern Club sind außer den Beatles auch viele andere namhafte Künstler aufgetreten.

Aber nicht im Cavern Pub auf der anderen Strassenseite, wohin sich Touristen gern verirren.

In direkter Nähe befindet sich das lebhafte und bunte Ausgehviertel rund um die Temple Street

Defibrillatoren für Herznotfälle sind auch in England an öffentlichen Plätzen verbreitet, Behandlungskits für stärkste Blutungen haben wir sonst aber noch nie gesehen.

Die während des Liverpool Blitz 1941 ausgebombte Kirche St. Lukes steht in Nachbarschaft zur

größten Kirche Englands, der Liverpool Cathedral

bei dieser Größe passt auch locker ein ganzes Cafè rein

Neben uns haben an diesem Wochenende auch die Teilnehmer des Kreuzfahrtschiffes P&O Cruises die Stadt unsicher gemacht. Es erstaunt uns jedes Mal wie groß diese Schiffe sind. Die hier zu sehende Britannia ist für 1.350 Crew-Mitglieder und 3.650 Passagiere ausgelegt.

Von unserem Guide bekamen wir den Tipp nach Quarry Bank Mill zu fahren. Sie gilt aus eine der besterhaltensten Textilfabriken der industriellen Revolution in England. Und wie wir feststellten wurden hier fast ausschließlich Kinder, bevorzugt Mädchen, beschäftigt.

Published by


Hinterlasse einen Kommentar