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Es geht wieder los!

Der Mai ist gekommen und wir starten in unseres nächste Womojahr. Auch diesmal soll es nach Norden gehen, über Polen ganz nach oben ins Baltikum.

Wir starten bei herrlichem Sommerwetter und kommen bis Bayreuth. Eine Stadt bis in die Haarspitzen auf Wagner zugeschnitten.

Ihr habt euch gewünscht, dass wir auch unsere Übernachtungsmöglichkeiten erwähnen, damit ihr bei Bedarf schnell auf die Infos zugreifen könnt. Daher gibt es jetzt immer einen Hinweis, wo wir die Nacht verbracht haben.

In Bayreuth war es der kostenfreie Stellplatz in der Grünewaldstrasse 2, direkt am Radweg gelegen, auf dem man schnell ins Zentrum gelangt.

Der nächste Stopp ist in Naumburg und wir besichtigen den Dom, der seit 2018 zum UNESCO Welterbe erklärt wurde.

Die Krypta stammt aus dem 12./13. Jahrhundert und ist einer der ältesten Teile des Doms. Das Kruzifix ist um 1170 entstanden. Links und rechts davon gibt es moderne Glasfenster aus den Jahren 2012 und 2014.

Diese Handläufe sind an den Treppen zum Ostchor angebracht. Leider konnten wir wegen Renovierungsarbeiten den „schmalen Pfad ins Paradies“ nur teilweise und von Ferne sehen.

Die Glasfenster der Elisabethkapelle wurden erneuert und 2007 eingeweiht. Neo Rauch hat in ihnen Szenen aus dem Leben der heiligen Elisabeth dargestellt.

Der sehr informative Audioguide hat uns alles Wissenswerte über den Dom erzählt.

Übernachtet haben wir in Dornburg, einem kleinen Städtchen in der Nähe von Jena. Dort haben wir einen Freund aus Jugendtagen und Besitzer eines Solarmobils, mittlerweile ein kleiner autarker Roadtrain, besucht.

Am nächsten Tag geht es weiter nach Meißen – danke Petra, für den Tipp und die Kaffeepause bei Dir!

Dort gibt es einen Stellplatz beim Freizeitpark Wellenspiel und mit dem Rad ist man in 15 Minuten in der Innenstadt von Meißen.

Schwierig nur, dass solch eingängige Namen sich dauerhaft in den Hirnwindungen der Reisebegleitung festsetzen und dann über Tage wieder recycelt werden. Äußerungen wie zum Beispiel „mein kleines Fettbemmchen“ werden durchaus als problematisch empfunden und umgehend sanktioniert.

Praktischerweise befinden sich die beiden Hauptattraktionen, der Dom und die Albrechtsburg, direkt nebeneinander. Der Dom im gotischen Stil gebaut, wirkt neben der ausladenden Albrechtsburg sehr zierlich und schon Goethe nannte es das „schlankste und schönste Gebäude jener Zeit“.

Die Albrechtsburg ist keine Burg, sondern ein Schloß und zwar eines der ältesten in Deutschland. Hier kann man zwischen Audioguide und einem Histopad wählen. Mit letzterem kann man in die Vergangenheit reisen. Das war uns zu gewagt, wir haben die Audioversion bevorzugt.

Auch für Leseratten bietet Meißen allerlei Dekomaterial.

Das Wetter wurde leider täglich schlechter und in Dresden war es dann schon empfindlich kalt.

Wie gut, dass wir die Ausstellung Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch besuchen wollten. Die beiden widmeten sich den großen Fragen des Lebens.

Der Fürstenzug auf der Außenseite des Stallhofes hat den Fotografen besonders wegen Friedrich dem Gebissenen fasziniert.

Unter Missachtung sämtlicher kulinarisch-gastronomischer Vorsichtsmaßnahmen sind wir latent hypoglykämisch in den historischen Sophienkeller im Stadtzentrum eingefallen. Die vielen asiatischen Reisegruppen und die Kanonenkugeln auf dem Tisch hätten uns warnen müssen. Wer zu einer merkwürdig entbeinten Ente seltsam enthirnte Zoten über einen durch eine Sense entmannten Bauern genießen möchte, der ist hier richtig. Wer vernünftige sächsische Küche bevorzugt geht woanders hin.

Oder er geht in die Neustadt und kann dort zwischen den unvermeidlichen Bowls und Ramen auswählen.

Interessant ist die Dresdner Neustadt allemal

Fühlt sich jemand von dem wissenschaftlichen Angebot angesprochen? Probanden sind sicher noch willkommen.

Am nächsten Morgen hatten wir die Gelegenheit ein Orgelkonzert auf der bekannten Silbermannorgel in der Hofkirche zu hören.

Und dann ging es von unserem Stellplatz am Alberthafen, der wieder direkt am Radweg zur Innenstadt liegt, weiter nach Görlitz.

Hier hatten wir einen sehr preisgünstigen und einfachen Stellplatz in der Südstadt, Zittauerstrasse.

Aber was sollen wir zu Görlitz sagen? Unser samstäglicher Spaziergang führte uns zufällig zu einer kleinen Kirche, vor der ein paar wenige Menschen vor diesem Aufsteller standen.

Am nächsten Tag waren OB-Wahlen und die Sorge war groß, dass der AfD-Kandidat die Wahl gewinnen würde. Bei unserem Gespräch mit der Gruppe, wurde uns schon bang. Denn die Geschichten, die uns erzählt wurden, waren unglaublich, unvorstellbar und machen uns Angst vor der Zukunft. Wir haben den Ausgang der Wahl verfolgt und auf einen Sieg des CDU-Kandidaten gehofft, aber keiner der Kandidaten hat über 50% der Stimmen erhalten (CDU und AfD lagen sehr knapp beieinander bei 45% ), so dass am 24. Mai die Stichwahl stattfinden wird. Wir drücken dem CDU Kandidaten die Daumen. Wer hätte gedacht, dass es so weit einmal kommen würde.

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