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Weiter Richtung Ostsee

Srem ist ein kleines Städtchen, deren gastronomische Angebote an diesem Sonntag von Familien mit Kommunionkindern bevölkert werden. Hier im katholischen Polen sind auch die Kleinsten perfekt herausgeputzt für diesen wichtigen Tag.

Übernachten konnten wir am Strand von Srem, am Grzymisławskim See. Einen erster mutiger Schwimmer haben wir schon im Wasser gesichtet. Für uns war es allerdings noch zu kalt, wir trugen gegen Abend Daunenjacken. Der Sonnenuntergang war spektakulär.

Weiter geht es zur Geburtsstadt von Nikolaus Kopernikus, nach Torun.

Unser Campingplatz Tramp lag auf der anderen Weichselseite, die Altstadt war aber über die Brücke schnell zu erreichen. Das Rad entpuppte sich als untauglich für Torun, da der Straßenbelag wohl noch aus mittelalterlichen Zeiten stammen musste und ein Fahren in der Altstadt unmöglich machte.

Neben einer Seemine war auch das Denkmal von Kopernikus ein Rastplatz für die vielen Kindergarten- und Schülergruppen, die sich hier vergnügten.

Ist das die Klagemauer von Torun? Nein, links geht es um Modefotografie, rechts um langwierige Gespräche, die eine gewisse Anlehnungsbedürftigkeit verursachen.

Gut gegessen haben wir abends im Restaurant Piernicova, auf das uns unsere Michelin App aufmerksam gemacht hat.

Gut 150 km weiter nördlich liegt Malbork mit der Marienburg, die als größte Burganlage in Backsteingotik bezeichnet wird. Und diese Burganlage ist wirklich sehr beeindruckend. Mehrere Stunden hat uns der Audioguide auf unterhaltsame Weise durch die Anlage geführt. Auch hier waren viele Schulklassen unterwegs, die sich zuvor mit einem kleinen Teufelstrank stärkten.

Winrich von Kniprode und Albrecht von Brandenburg, beides wichtige Hochmeister des deutschen Ordens. Die weltlichen Helfer hießen übrigens Kompane, eine Ableitung von companio, übersetzt Brotgenosse.

Darstellung der Parabel der zehn Jungfrauen: die fünf Brautjungfern links sind klug, sie haben außer ihren Öllampen auch genügend Öl dabei. Die Ladies rechts sind töricht, sie haben kein Öl dabei und da sich der Bräutigam verspätet und erst bei Dunkelheit eintrifft, haben sie das Nachsehen, weil er sie nicht sehen kann. „Ich kenne euch nicht“ soll er gerufen haben.

Auch das Thema der Toilettenversorgung wurde aufgegriffen und inklusive des damaligen Klopapiers zur Schau gestellt.

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